Breisach

Der Name Breisachs
 geht zurück auf „brisin-ac“ und bedeutet „Wasserbrecher“, der Felsenberg in der Rheinlandschaft, an dem sich das Wasser bricht. Der über 3.000 Jahre alte Ort liegt auf einer vulkanischen Erhebung, einem Ausläufer des nahen Kaiserstuhl-Vulkans. Trotz zweimaliger Zerstörung der Stadt (1793 und 1945) stößt der Besucher immer noch auf Spuren der bewegten Vergangenheit.
Der Breisacher Münsterberg mit dem St. Stephansmünster
Der Breisacher Münsterberg mit dem
St. Stephansmünster und dem Hagenbachtor davor
Das imposanteste Breisacher Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist das St. Stephansmünster mit seinen beiden unterschiedlichen Türmen. Ende des 12. Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen, der erst 300 Jahre später beendet wurde. Im Jahre 1526 wurde auch der berühmte, ganz aus Lindenholz geschnitzte Hochaltar fertiggestellt, der als Wunderwerk der Spätgotik gilt. Von größtem kunsthistorischem Wert sind auch die Wandmalereien von Martin Schongauer. Das Münster mit seinen romanischen und gotischen Elementen wurde im Zweiten Weltkrieg zu einem großen Teil zerstört, jedoch in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, und zählt heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region. Ein Besuch, kombiniert mit einem Stadtrundgang, lohnt sich auf alle Fälle.

Neben dem St. Stephansmünster gehört der Radbrunnenturm zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken Breisachs. Der im Innern befindliche 41,2 Meter tiefe Brunnen wurde um 1200 n. Chr. angelegt. Breisach hatte zeitweise bis zu dreißig Tore und Wehrtürme, von denen heute mit dem Gutgesellentor, dem Hagenbachturm, dem Kapftor, dem Kupfertor, dem Rheintor und dem Schwedenturm (Turm der St. Josephskirche) nur noch sechs erhalten sind. Das barocke Rheintor mit seiner prunkvollen Westfassade zählt sicherlich zu den sehenswertesten Bauwerken Breisachs. Dort ist auch das Museum für Stadtgeschichte untergebracht.

Blick vom Münsterberg ins Elsass
Blick vom Münsterberg über den Rhein ins Elsass,
im Hintergrund die Vogesen
Wer auf dem 35 Meter hohen Breisacher Münsterberg steht, kann seinen Blick nach Westen über den Rhein hinweg ins nahegelegene Elsass schweifen lassen. Je nach Witterung bietet sich ein herrlicher Panoramablick über die Rheinebene und zu den Berglandschaften. Hier reihen sich Vogesen, der Kaiserstuhl und die blauen Höhen des Schwarzwaldes aneinander und es tut sich ein Blick in die Weiten Europas auf. Allein der Blick ist eine Reise nach Breisach am Rhein wert.
Nach der Eingliederung der Ortsteile in den 1970er Jahren wurde der Standort Breisach mit seinen heute 14.000 Einwohnern zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsraum. Der Einfluss auf das benachbarte Elsass ist beträchtlich. Das Einzugsgebiet von Breisach umfasst mehr als 40.000 Einwohner. Die Stadt verfügt über umfangreiche gewerbliche und industrielle Ansiedlungsflächen. Nicht zuletzt durch die hervorragende Infrastruktur wurde Breisach zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort. Im Halbstundentakt verkehrt ein Zug der Breisgau-S-Bahn zwischen Breisach und Freiburg. Über das deutsche und französische Autobahnnetz erreicht man den internationalen Flughafen Basel-Mulhouse in unter dreißig Fahrminuten. Der Rheinhafen Breisach ist Umschlagstation für jährlich mehr als eine Million Tonnen Wirtschaftsgüter. Ob mit PKW oder LKW über die Autobahn A5, per Bahn mit der Regio-S-Bahn, per Schiff über den Rheinhafen oder per Flugzeug über den Flughafen Basel/Mulhouse, Breisach ist zu Lande, zu Luft und zu Wasser gut erreichbar.
Der Breisacher Münsterberg mit dem St. Stephansmünster
Blick auf den Breisacher Münsterberg,
im Vordergrund die Reben auf dem Eckartsberg
Im Regionalplan des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein ist Breisach als Schwerpunkt für eine gewerbliche und industrielle Entwicklung ausgewiesen. Umfangreiche Ansiedlungsflächen stehen der Stadt zur Verfügung, was eine Expansion auch in den kommenden Jahren noch zulässt. Die Wirtschaftsstruktur Breisachs ist stark geprägt vom Dienstleistungssektor und mittelständischen Handwerk. Unternehmen, die sich hier ansiedeln möchten, finden ein hervorragendes Angebot auf dem Breisacher Arbeitsmarkt mit gut ausgebildeten Arbeitskräften. Die gute Infrastruktur ermöglicht auch Pendlern von außerhalb, in kürzester Zeit den Arbeitsplatz anzusteuern. Eine direkte Anbindung nach Freiburg ist ebenfalls vorhanden.
In unmittelbarer Nähe zu Breisach befinden sich die Gemeinden des Kaiserstuhls und des Markgräflerlandes. Nicht nur Gäste von weit her, sondern auch viele Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Dreiländereck zwischen Freiburg, Basel, Colmar und Mulhouse nutzen Breisach als Erholungsgebiet. Breisach und seine Umgebung sind immer einen Besuch wert.
Viel Spaß in Breisach!

Einen Artikel über die Geschichte Breisachs finden Sie auf unserer Seite zum Museum für Stadtgeschichte

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